ALBACH Diamant 2000 erfüllt die Homologation zur GSR II

ALBACH Diamant 2000 erfüllt GSR II: Zukunftssichere Sicherheitstechnologie für schwere Nutzfahrzeuge

Mit dem Inkrafttreten der europäischen General Safety Regulation II (GSR II) am 7. Juli 2026 steigen die Anforderungen an Sicherheit, Digitalisierung und Cybersecurity in der Nutzfahrzeugbranche deutlich. Für Fahrzeuge der Klasse N3G bedeutet dies eine Vielzahl neuer technischer und organisatorischer Vorgaben, die für eine europaweite Zulassung zwingend erfüllt sein müssen.

Beim ALBACH Diamant 2000 sind diese Anforderungen bereits heute vollständig umgesetzt. Seit Mitte März wurden sämtliche Homologationsthemen erfolgreich abgeschlossen. Damit ist das Fahrzeug bestens auf die kommende Gesetzgebung vorbereitet und setzt zugleich neue Maßstäbe für Sicherheit und Systemintegration im Bereich leistungsstarker Spezialfahrzeuge.
 


 

Moderne Assistenzsysteme für mehr Verkehrssicherheit

Ein zentraler Bestandteil der neuen Regulierung sind Assistenzsysteme, die Unfälle verhindern und den Fahrer aktiv unterstützen. Beim Diamant 2000 kommen dafür mehrere kamerabasierte und sensorische Systeme zum Einsatz.

Der Front-Kollisionswarner erkennt Personen und Radfahrer im Bereich vor dem Fahrzeug – sowohl im Stand als auch während der Fahrt. Eine Kamera kombiniert mit einer trainierten KI analysiert die Umgebung und löst bei Gefahr eine klare Warnmeldung in der Kabine aus.

Auch der Toter-Winkel-Assistent erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr. Auf der rechten Fahrzeugseite (bei Linksverkehr entsprechend gespiegelt) überwachen zwei Kameras mit KI-Unterstützung den Bereich neben dem Fahrzeug und erkennen dort Radfahrer oder andere Verkehrsteilnehmer in kritischen Situationen. Der Fahrer wird unmittelbar visuell gewarnt.

Am Heck sorgt der Kollisionswarner hinten für zusätzliche Sicherheit. Sensorik erkennt Personen oder Hindernisse hinter dem Fahrzeug und informiert den Bediener über akustische und visuelle Warnsignale.
 


 

Intelligente Überwachung der Fahrzeugtechnik

Neben der Umgebungserkennung schreibt die GSR II auch eine umfassende Überwachung zentraler Fahrzeugkomponenten vor.

Das Reifendrucküberwachungssystem des Zugfahrzeugs kontrolliert kontinuierlich Druck, Temperatur und mögliche Druckverluste. Eine besondere technische Herausforderung beim Diamant 2000 stellt dabei die Vielzahl unterschiedlicher Reifengrößen mit variierenden Volumen und Druckbereichen dar.

Auch Trailer müssen künftig mit Reifendrucksensoren ausgestattet sein. Die entsprechenden Signale werden im Zugfahrzeug ausgelesen und verarbeitet. Hierfür wurde eine eigene elektronische Schnittstelle mit speziell entwickeltem Steuergerät realisiert, die den Fahrer bei Abweichungen unmittelbar informiert.

Ein weiterer sicherheitsrelevanter Baustein ist der Notbremswarner. Überschreitet die Verzögerung des Fahrzeugs einen definierten Grenzwert, werden nachfolgende Verkehrsteilnehmer automatisch über eine starke Bremsung informiert.
 


 

Cybersecurity und Softwaremanagement auf neuem Niveau

Mit der zunehmenden Digitalisierung von Nutzfahrzeugen gewinnt auch der Schutz vor Cyberangriffen an Bedeutung. Deshalb wurde im Unternehmen ein umfassendes Cybersecurity-Managementsystem (CMS) eingeführt.

Dieses System verfolgt das Ziel, potenzielle Angriffspfade frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Dazu gehören unter anderem verschlüsselte Kommunikationsverbindungen, klare Zugriffsregelungen, regelmäßige Schulungen, Zutrittskontrollen sowie umfassende Backup-Strategien. Auch ein strukturierter Prozess für den Umgang mit Sicherheitsvorfällen wurde definiert. Ein speziell eingerichtetes Cybersecurity Response Team mit verantwortlichem CS Lead koordiniert im Ernstfall alle Maßnahmen.

Parallel dazu wurde auch die Fahrzeugsicherheit intensiv geprüft. Mehrere Penetrationstests untersuchten sämtliche Kommunikationsschnittstellen – darunter Bluetooth, Funkverbindungen, WLAN, CAN-Bus, Ethernet sowie USB-Schnittstellen. Die Systeme wurden erfolgreich gegen externe Angriffsszenarien abgesichert. Zusätzlich sind viele elektronische Komponenten und Kommunikationswege heute nicht mehr frei zugänglich.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist das neue Software Update Management System (SUMS). Dieses gewährleistet eine sichere und vollständig nachvollziehbare Update-Strategie für Fahrzeugsoftware. Vom ersten Fehlerbericht über Entwicklung und Validierung bis hin zur Installation im Fahrzeug ist jeder Schritt dokumentiert und abgesichert. Jedes Fahrzeug erhält dabei ein individuelles, verschlüsseltes und durch Checksummen abgesichertes Softwareupdate.
 


 

Intelligente Fahrassistenz und neue Sicherheitsstandards

Die GSR II fordert zudem neue Funktionen zur Unterstützung des Fahrers im täglichen Einsatz.

Der Intelligente Speed-Assistent mit Verkehrsschilderkennung liefert dem Bediener jederzeit visuelle und akustische Hinweise zur maximal zulässigen Geschwindigkeit. Das System erkennt Verkehrszeichen über eine Kamera, kombiniert diese Informationen mit KI-Algorithmen, GPS-Daten und einem speziell entwickelten Offline-Navigationssystem. Dadurch kann es in ganz Europa den jeweiligen Straßentyp sowie die zulässige Geschwindigkeit für das Fahrzeug zuverlässig bestimmen.

Darüber hinaus verfügt das Fahrzeug über eine Schnittstelle zur Integration eines Alkomats. Damit kann jederzeit ein System installiert werden, das die Weiterfahrt bei alkoholisiertem Bediener verhindert.

Auch im Bereich Ergonomie wurden die Vorschriften angepasst. Für den Diamant 2000 wurde daher ein komplett neu entwickeltes Sitzdesign umgesetzt, das den aktuellen regulatorischen Anforderungen entspricht und gleichzeitig den Komfort für den Fahrer erhöht.
 


 

Zukunftssicher auf Europas Straßen

Mit der vollständigen Umsetzung aller Anforderungen der GSR II zeigt der ALBACH Diamant 2000, wie moderne Nutzfahrzeuge Sicherheit, Digitalisierung und Fahrerunterstützung intelligent miteinander verbinden können.

Die frühzeitige Erfüllung der neuen EU-Regularien unterstreicht nicht nur die technische Innovationskraft des Unternehmens, sondern sorgt auch dafür, dass Betreiber und Fahrer schon heute auf ein Fahrzeug setzen können, das den Sicherheitsstandard von morgen erfüllt.